Wie geht’s? Danke, eh gut. Und dir? Ja, passt eh alles. Und dann kommt sie. Die eine Frage, auf die es eigentlich nie eine zufriedenstellende Antwort gibt. Zumindest nicht sofort. Was gibt’s Neues? Ach...du...eigentlich...eh nix. Aso, okay. Und sonst?
Würdest du mich das jetzt fragen, wäre meine Antwort genau so. Ähm...eh nix eigentlich. Ich meine, ja, vor etwas mehr als einer Woche hat mich mein Kreislauf aufgrund einiger blöd zusammenspielender Umstände im Stich gelassen. Und ja, ich war auch im Krankenhaus. Ganz kurz, zum Glück. So, jetzt weißt auch du bescheid. Aber keine Sorge, es geht mir gut. Wunderbar sogar. Und das habe ich, dank einiger Untersuchungen, auch Schwarz auf Weiß. Gutes Gefühl, wenn du weißt, dass alles in Ordnung ist. Thema abgehakt.
Und sonst? Viel zu berichten gibt es nicht. Momentan vernachlässige ich den Blog ein bisschen. Wie du vielleicht schon gemerkt hast. Und das liegt noch nicht einmal daran, dass ich so viel zu tun hätte, was ich habe. Aber das hat mich vorher ja auch nicht abgehalten. Der Grund ist, dass mich momentan nichts so wirklich beschäftigt. Ich meine, natürlich gibt es hunderte Themen, mit denen ich mich immer wieder einmal auseinandersetze. Aber nichts, worüber ich jetzt länger nachdenke. Gut für mich, schlecht für den Blog.
Worüber soll ich also schreiben, wenn nicht über irgendwas Erlebtes? Über Aktuelles? Studentenproteste. Pffff...eher nicht. Nicht, weil sie mich nicht interessieren. Nicht, weil sie mich mittlerweile nur noch so wenig betreffen, wie sie anscheinend Herrn Hahn betreffen. Viel mehr deshalb, weil sowieso schon andere alles dazu gesagt haben. Und darum...Nein danke.
Und sonst? Ich könnte auch über zentrale Themen schreiben. Gott und die Welt. Politik. Kultur. Selbstfindung. Aber das sind so Geschichten, für deren Behandlung du viel Zeit brauchst. Die musst du so zusammenfassen, dass jeder kapiert, was du eigentlich sagen willst. Auch nicht die leichteste Übung. Werde ich machen, nur nicht jetzt.
Ich würde zum Beispiel auch gerne über Musik schreiben. Und ich meine nicht über irgendeine Band oder über eine neue CD. Sondern unter anderem darüber, dass mir Menschen, die keine Musik hören, unheimlich sind. Über Musik im Allgemeinen eben. Und da ist auch schon das Problem. Im Allgemeinen. Großes Thema. Großer Aufwand. Keine Zeit. Zumindest nicht jetzt. Und was du heute kannst besorgen, aber noch Zeit hat, das verschiebe lieber auf morgen! War schon immer meine Philosophie.
Und sonst? Naja, Weihnachten wäre gerade. Also bald. Aber jedes Jahr kannst du dieselben Geschichten in den Magazinen lesen. Eh nicht verwunderlich. Immerhin schreibt man schon seit Jesus darüber. Und irgendwann sind halt alle Themen durch. Nix Neues.
Und sonst? Irgendwas Erdachtes vielleicht? Irgendwas, das meinem halbwegs kreativen und literarischen Teil des Hirns entspringt? Da springt aber gerade auch nix. Nix Neues zumindest. Was bleibt also übrig? Abwarten und Bier trinken? Ich sage: Ja und Prost!
Ich erzähl' dir das eigentlich nur, damit du hier wieder irgendwas zu lesen hast. Auch wenn es nix Neues ist. Aber in einem Blog muss halt immer was passieren. Sonst sagst du, und zwar völlig zu Recht: „Was soll ich hier? Hier gibt’s ja nix Neues.“ Und trotzdem hast du jetzt den ganzen Text gelesen. Obwohl es eigentlich um nix geht. Vielleicht hast darauf gewartet, dass doch noch irgendwas kommt. Aber das war's schon. Momentan passiert eben nicht viel. Und das ist sogar irgendwie befreiend. Dann lebst einfach in den Tag hinein und lässt dich überraschen. Sorgenfrei und gedankenlos.
Aber da brodelt schon wieder irgendwas in mir. Es will raus und formuliert werden. Es will gelesen werden. Ich weiß nur noch nicht, was es ist. Aber es kommt. Bei der Macht von Grayskull!
Frei fliegende Gedanken. Ausgeklügelte und einfache Texte. Literatur und Schund. Schwänke aus der Jugend, aus dem Hier und Jetzt, aus der herannahenden Zeit. Beobachtungen und Erfahrungen. Erdachtes und Echtes. Tonfarben und Klänge. Frisches und Fröhliches. Ergrautes und Trauriges. Komödien und Dramen. Amüsantes und Amouröses. Monologe, Dialoge, Trialoge. Und vieles mehr. Das erwartet euch hier. Bei der Macht von Grayskull! Viel Spaß!
Montag, 23. November 2009
Montag, 9. November 2009
Die Liquid Glam Rockets im Interview

Freitag, 6. November, Wien. Es ist das erste Konzert der Kärntner Liquid Glam Rockets für ihr erstes Album. We’ve Got Donkeys Today heißt das gute Stück. Die erste Single, Eat You Alive, läuft bereits auf gotv. Am 11.11.2009 um 21 Uhr sieht man die Herren dort in einem hosted by.
Vor dem Konzert traf ich die Band in einem urigen Beisl. Willkommen in Wien!
H: Euer erstes Konzert zum Album findet im Shelter hier in Wien statt. Warum nicht in Kärnten?
LGR: In Kärnten ist es zurzeit sehr schwierig. Aber am 7.12. präsentieren wir die CD auch im Klagenfurter Kwadrat.
H: Ihr spielt seit 2005 zusammen. Aber nicht in dieser Besetzung.
LGR: Nein, MAF haben wir erst heute kennengelernt. Er hatte ein weißes Hemd an und wir suchten einen Schlagzeuger (lachen). Nein, MAF ist seit eineinhalb Jahren bei uns.
H: We’ve Got Donkeys Today ist euer erstes Album. Ihr seid jetzt bei einem Label. Wie kam es dazu?
LGR: Wir wollten eine CD aufnehmen und hätten das sowieso gemacht. Zuerst wollten wir selber ein Studio suchen, dann haben wir von Crater 8 gehört, weil auch andere Kärnter Bands bei ihnen sind. Cleave zum Beispiel. Wir haben eine CD hingeschickt und die haben sich ein paar Tage später gemeldet.
H: Das ist eher ungewöhnlich, dass sich ein Label so schnell meldet, oder?
LGR: Ja? Ich weiß gar nicht genau. Das war eigentlich die einzige CD, die wir verschickt haben.
H: Und was habt ihr gedacht, als sie angerufen haben?
LGR: Zwei Drittel von uns wollten es sofort machen. Unser damaliger Schlagzeuger war dagegen. Da haben wir gedacht: „Einen Schlagzeuger werden wir schon finden.“ Und dann kam MAF.
H: Wie verlief die Zusammenarbeit mit Crater 8?
LGR: Die haben gleich die Karten auf den Tisch gelegt und gesagt, dass noch viel Arbeit auf uns zukommt, wenn die CD einmal fertig ist. Sie haben uns nicht gleich alles versprochen, sondern waren einfach ehrlich und das hat uns auch so an ihnen gefallen. Wir waren sofort auf einer Wellenlänge. Die Studioarbeit haben sie uns sehr leicht gemacht, weil die Stimmung ganz locker war.
H: Sind Crater 8 auch für das Video zur ersten Single, Eat You Alive, verantwortlich?
LGR: Nein, das haben wir uns selbst organisiert. Auch das Design des Albums ist selbstgemacht. So sind wir natürlich noch stolzer auf das fertige Werk. Wir konnten unsere Ideen reinbringen. Niemand hat uns dazwischengeredet. Das Album, das sind wirklich wir.
H: Das heißt, ihr seid jetzt zu 100 Prozent damit zufrieden?
LGR: Ja! Es gibt natürlich immer irgendwas, das man im Nachhinein noch ändern könnte. Ein Album ist nur eine Momentaufnahme. Wir haben es ja schon vor eineinhalb Jahren aufgenommen. Aber man muss einfach irgendwo eine Grenze ziehen und sagen: So machen wir es jetzt!
H: Ihr habt auch sehr viele Elemente in eurer Musik, die man in der Kombination noch nicht gehört hat.
LGR: Ja, das liegt daran, dass die Leute von Crater 8 gesagt haben: „Nehmt einfach alle Instrumente mit, die ihr habt! Wir machen dann schon was draus.“ Und wir wohnen in einer WG. Der Vormieter war verstorben, aber von ihm war noch ein Akkordeon in der Wohnung. Das hört man jetzt auch auf dem Album. Man kann das live schwer umsetzen. Aber wir wollen ja gar nicht, dass auf der Bühne alles gleich klingt, wie auf der CD.
H: Wie würdet ihr eure Musik beschreiben?
LGR: Wir spielen Liquid-Glam-Rock. Nein, also wir machen Alternative Rock, kann man sagen. Wir wollen gar nicht behaupten, dass das etwas ganz Neues und Besonderes ist. Wir wollen die Musik nicht neu erfinden, sondern einfach machen, was uns gefällt. Wir bringen alle unsere Einflüsse mit rein. Und so entwickelt sich die Musik immer weiter.
H: Welche sind eure Einflüsse?
LGR: Muse natürlich, das können und wollen wir nicht leugnen. Ist ja eine Ehre, mit ihnen in Verbindung gebracht zu werden. Aber auch Queen zum Beispiel. Man hört sich etwas an und lässt sich davon beeinflussen. Egal, welche Musikrichtung es ist. Das kann sogar Schlager aus den Sechziger Jahren sein. Auch klassische Musik inspiriert uns, weil wir früher auch das gemacht haben.
H: Ihr habt jetzt so lange bei kleinen Festivals als erste Band gespielt. Hat euch das nie genervt?
LGR: Die Veranstalter wollen eben immer einen Headliner, der Leute bringt. Eh klar. Natürlich war es hart, aber wir haben immer unser Bestes gegeben und auch schon als Headliner gespielt. Meistens durch irgendeinen Zufall. Aber wir spielen für drei Leute, genauso wie für hunderte. Die sind gekommen und haben Eintritt gezahlt, da haben sie es auch verdient, dass wir unser Bestes geben. Und wenn nur einer dabei ist, dem es gefällt und der vielleicht auch noch seinen Freunden davon erzählt, haben wir schon gewonnen. Für uns war das immer ein Hobby. Und die Hauptsache ist, dass man Spaß dabei hat. Und den haben wir schon immer gehabt und haben ihn natürlich noch. Außerdem gab es immer ein paar Leute, die an uns geglaubt haben. Das hat uns zusätzlich motiviert und Energie gegeben. Und irgendwann passt dann einfach alles zusammen.
H: Was habt ihr für die Zukunft geplant?
LGR: Wir werden viele Konzerte spielen, um so vielleicht einen gewissen Bekanntheitsgrad zu erreichen. Wir wollen natürlich einmal nach Deutschland beziehungsweise überhaupt ins Ausland. Dann ist man bei uns auch gleich mehr wert (lachen). Wir werden auch bald neue Lieder schreiben und im Herbst wahrscheinlich schon wieder ins Studio gehen.
10…9…8…der Countdown zum Start der Liquid Glam Rockets beginnt. 3…2…1…Die ersten Töne erklingen. „Hallo, wir sind die Liquid Glam Rockets. Und wir haben ein Problem.“ So begrüßt Sänger Philipp das Publikum. Aber selbst von technischen Schwierigkeiten lassen sie sich nicht aus der Ruhe bringen. Und dann passt wirklich alles zusammen und plötzlich überrolt eine Klanglawine das Publikum. Zu viel wird nicht verraten. Hingehen, ansehen, kaufen! Fest steht aber, dass die Bühne des Shelter für so eine großartige Band zu klein ist. Aber auch die werden größer werden. Bei der Macht von Grayskull!
Mehr Infos, Konzertermine usw. unter:
www.liquidglamrockets.com
www.myspace.com/liquidglamrockets
www.crater8records.com
www.myspace.com/crater8records
www.gotv.at
Montag, 2. November 2009
Himmel auf Erden
Von der Rezeption siehst du bis in den dritten Stock. Alles wirkt so leicht. Wie in einem Traum. „Setzen Sie sich bitte“, fordert uns eine Dame mit freundlichem Lächeln auf. Traubensaft aus der Region. Mhm. So schmeckt also Natur. Sie kodiert die Chipkarten und Bänder, damit wir ins Zimmer und in die Therme kommen. „Dürfen wir Ihr Auto parken? Um das Gepäck kümmern wir uns.“ Viel erwartet habe ich mir nicht. Bin das ja nicht gewohnt. Luxus und so. Fremdwort quasi. Aber ich hab erfahren, was vier Sterne bedeuten.
Therme, da denkst du vielleicht an alte Menschen, die mit den heilenden Quellen ihrem Körper etwas Gutes tun wollen. Therme, die kleine Schwester der Kur quasi. Aber ich kann dir sagen, eigentlich ist das nichts anderes als pure Erholung. Plötzlich fühlst du dich so unbeschwert wie ein vierjähriges Kind. Vielleicht bin ich ja leicht zu beeindrucken, weil ich sowas nicht allzu oft mach’. Aber urteil selbst!
Also, eine Dame begleitet uns aufs Zimmer. „Himmelbett. Da ist das Bad, hier der Fön. Das Telefon. 1 für Rezeption, 2 für Zimmerservice. Minibar, alles gratis. Hier der Flachbildfernseher. Durch dieses Fenster sehen sie den auch von der Badewanne aus. An der Decke ist eine Box. Die Lautstärke können Sie am Spiegel einstellen. Hier der Balkon. Da die Aussicht.“ Danke. Sehr schön. Breites Grinsen.
Väterchen Frost war da, hab ich gehört. Keine fünf Grad soll es am Wochenende gehabt haben, hab ich gehört. Ich kann dir sagen, in das 35 Grad warme Thermalwasser hat er sich nicht getraut. In- und Outdoor-Pool. Solebecken. Totes Meer quasi. Da schwebst im Wasser. Massagedüsen. Abgetrennter Kinderbereich. Und dann spürst du sie plötzlich. Die absolute Entspannung.
Abendessen. Fünf Gänge. Viel Besteck. Von außen nach innen. Danke Pretty Woman! „Ich bekomm’ bitte das Gansl.“ Vorher ein Glaserl Sekt. Wein zum Hauptgang. Vorspeise: Vergessen, was das war, außer gut. Danach Paprikacremesuppe mit Speck. Warmer Nussauflauf mit Vanilleeis und Süßweinschaum zum Abschluss. Dazwischen Salat. Prost, Mahlzeit! Nach dem Essen auf ein Bier in die Bar. Offener Kamin. Sehr modern musst du dir das vorstellen. Eine Gasflamme in einem oben offenen Aquarium. Lauschiges Plätzchen. Rechnung bitte. Zimmer 300. Unterschrift. Danke!
Frühstück. Üppig ist gar kein Ausdruck. Köche zaubern frische Spiegeleier und Omletts. Obst, Joghurt, Gebäck, Kuchen, Wurst, Marmeladen, mehrere Honigsorten, Müsli, weiches Ei, Eierspeis, Speck...mit fünf Semmeln und einem Müsli hat der Magen bis zum Abendessen genug zu tun. Dann wieder in die Therme. Dazwischen in den Fitnessraum. Alle Geräte mit ipod-Anschluss und Fernseher. Sauna. 60 Grad. 90 Grad. Dampfbad. Der Stress ist wie weggeschwitzt. Deine Lunge ist so rein, als hättest du noch nie eine Zigarette auch nur mit dem Arsch angesehen. Du fühlst dich gesund und unbekümmert.
Dann noch einmal ins gesunde Nass gehüpft. Massagedüsen. In der Badewanne fernsehen und zum nächsten Fünf-Gängigen. Bar. Schlafen. Aufstehen. Sauna. Frühstück. Rechnung bezahlen. 57 Euro. Der Vorteil, wenn man eine Therme vor der Eröffnung testen darf. „Wie hat es Ihnen gefallen?“ It feels like heaven. Wir kommen wieder. Bei der Macht von Grayskull!
P.S.: Es ist ja nicht meine Art, hier Werbung zu machen und so schnell wird das auch nicht mehr passieren. Aber damit du dir das noch besser vorstellen kannst und falls du mehr Informationen brauchst: Hier der Link. www.stmartins.at Viel Spaß!
Therme, da denkst du vielleicht an alte Menschen, die mit den heilenden Quellen ihrem Körper etwas Gutes tun wollen. Therme, die kleine Schwester der Kur quasi. Aber ich kann dir sagen, eigentlich ist das nichts anderes als pure Erholung. Plötzlich fühlst du dich so unbeschwert wie ein vierjähriges Kind. Vielleicht bin ich ja leicht zu beeindrucken, weil ich sowas nicht allzu oft mach’. Aber urteil selbst!
Also, eine Dame begleitet uns aufs Zimmer. „Himmelbett. Da ist das Bad, hier der Fön. Das Telefon. 1 für Rezeption, 2 für Zimmerservice. Minibar, alles gratis. Hier der Flachbildfernseher. Durch dieses Fenster sehen sie den auch von der Badewanne aus. An der Decke ist eine Box. Die Lautstärke können Sie am Spiegel einstellen. Hier der Balkon. Da die Aussicht.“ Danke. Sehr schön. Breites Grinsen.
Väterchen Frost war da, hab ich gehört. Keine fünf Grad soll es am Wochenende gehabt haben, hab ich gehört. Ich kann dir sagen, in das 35 Grad warme Thermalwasser hat er sich nicht getraut. In- und Outdoor-Pool. Solebecken. Totes Meer quasi. Da schwebst im Wasser. Massagedüsen. Abgetrennter Kinderbereich. Und dann spürst du sie plötzlich. Die absolute Entspannung.
Abendessen. Fünf Gänge. Viel Besteck. Von außen nach innen. Danke Pretty Woman! „Ich bekomm’ bitte das Gansl.“ Vorher ein Glaserl Sekt. Wein zum Hauptgang. Vorspeise: Vergessen, was das war, außer gut. Danach Paprikacremesuppe mit Speck. Warmer Nussauflauf mit Vanilleeis und Süßweinschaum zum Abschluss. Dazwischen Salat. Prost, Mahlzeit! Nach dem Essen auf ein Bier in die Bar. Offener Kamin. Sehr modern musst du dir das vorstellen. Eine Gasflamme in einem oben offenen Aquarium. Lauschiges Plätzchen. Rechnung bitte. Zimmer 300. Unterschrift. Danke!
Frühstück. Üppig ist gar kein Ausdruck. Köche zaubern frische Spiegeleier und Omletts. Obst, Joghurt, Gebäck, Kuchen, Wurst, Marmeladen, mehrere Honigsorten, Müsli, weiches Ei, Eierspeis, Speck...mit fünf Semmeln und einem Müsli hat der Magen bis zum Abendessen genug zu tun. Dann wieder in die Therme. Dazwischen in den Fitnessraum. Alle Geräte mit ipod-Anschluss und Fernseher. Sauna. 60 Grad. 90 Grad. Dampfbad. Der Stress ist wie weggeschwitzt. Deine Lunge ist so rein, als hättest du noch nie eine Zigarette auch nur mit dem Arsch angesehen. Du fühlst dich gesund und unbekümmert.
Dann noch einmal ins gesunde Nass gehüpft. Massagedüsen. In der Badewanne fernsehen und zum nächsten Fünf-Gängigen. Bar. Schlafen. Aufstehen. Sauna. Frühstück. Rechnung bezahlen. 57 Euro. Der Vorteil, wenn man eine Therme vor der Eröffnung testen darf. „Wie hat es Ihnen gefallen?“ It feels like heaven. Wir kommen wieder. Bei der Macht von Grayskull!
P.S.: Es ist ja nicht meine Art, hier Werbung zu machen und so schnell wird das auch nicht mehr passieren. Aber damit du dir das noch besser vorstellen kannst und falls du mehr Informationen brauchst: Hier der Link. www.stmartins.at Viel Spaß!
Dienstag, 27. Oktober 2009
Nationalfeiertag, die Wahrheit
Gratis Eintritt. Wo denn? Also vielleicht war das einmal so, dass man in den Bundesmuseen am Nationalfeiertag keinen Eintritt zahlen muss. Gestern war das nicht der Fall. Zwei Euro fürs NHM, klar gehst dann hinein und schaust dir das an. Die rEvolution. Darwin. Du weißt schon. Aber zehn Euro fürs KHM und 9,50 für die Albertina. Da kannst auch an irgendeinem anderen Tag gehen. Danke Wikipedia! Arschtritt. Vielleicht ist die Finanzkrise schuld. Oder der Klimawandel. Der ist sowieso die Wurzel allen Übels. Wir sind dann noch in die Kaisergruft. 5 Euro. Okay. Hallo Sisi. Hallo Franz.
Danach zu einem Treffen, das sich als ein geschäftliches entpuppte. Mehr oder weniger. Aber das ist eine andere Geschichte. Und dann spontan auf ein Konzert in die Arena. Das hat sich zwar zum Ende hin etwas gezogen, muss ich leider sagen, aber ich will gar nicht schlecht davon reden. Eigentlich war es nämlich sehr schön. Energie gepaart mit sehr viel Leichtigkeit. Selten so etwas gesehen. Danke DREDG! Handkuss.
Viel Kultur am Nationalfeiertag, und nix war umsonst. Bei der Macht von Grayskull!
Danach zu einem Treffen, das sich als ein geschäftliches entpuppte. Mehr oder weniger. Aber das ist eine andere Geschichte. Und dann spontan auf ein Konzert in die Arena. Das hat sich zwar zum Ende hin etwas gezogen, muss ich leider sagen, aber ich will gar nicht schlecht davon reden. Eigentlich war es nämlich sehr schön. Energie gepaart mit sehr viel Leichtigkeit. Selten so etwas gesehen. Danke DREDG! Handkuss.
Viel Kultur am Nationalfeiertag, und nix war umsonst. Bei der Macht von Grayskull!
Sonntag, 25. Oktober 2009
Nationalfeiertag, kurz und knapp
Heute blitzt es nicht in meinem Kopf. Es rumort. Es kracht. Es tscheppert. Der Grund: Die 80er Party gestern. Und heute quasi. Eine weitere Ursache ist wahrscheinlich auch, dass ich so zwischen 6 und halb 7 eingeschlafen bin (Winterzeit wohl bemerkt) und als ich aufwachte und mit einem verschwommenen Blick auf mein Handy lugte, war es erst 11. Weiterschlafen unmöglich. Du musst wissen, dass sich eine lange Nacht nicht unbedingt mit irgendeiner Art von Kreativität verträgt. Und über etwas lange nachdenken, unmöglich. Jede Überlegung schmerzt. Und deshalb halte ich mich heute einmal kurz. Über die Party gibt's zwar auch ein bisschen was zu berichten, aber dazu ein anderes Mal. Vielleicht wenn ich Fotos dazu bekomm.
Also, ich hab dir ja versprochen, dass ich was zum Nationalfeiertag schreib. Eine Rede zur Lage der Nation wird es aber nicht. Nächstes Jahr vielleicht.
Morgen feiern die Österreicher den ersten besatzungsfreien Tag nach dem 2. Weltkrieg und den Beschluss der immerwährenden Neutralität. Übrigens, falls du es noch nicht weißt: Die Bundesregierung hatte noch Alternativen zum 26. Oktober. Wir könnten unser Land auch am 15. Mai feiern. Was ich ja fast logischer finde, weil man an diesem Tag im Jahre 1955 den Staatsvertrag unterzeichnet hat. Du nicht? Österreich ist frei. Figl. Du weisst schon. Aber wie auch immer. Ich erzähl dir jetzt lieber was, das dir wirklich was nützt.
Am Nationalfeiertag finden nicht nur hunderte Fit-Märsche statt. Kennst du das noch? Fit-Marsch. Egal. Jedenfalls: Am 26. Oktober kommst du in Wien anscheinend gratis in die Bundesmuseen. Und dazu gehören die Albertina, das MAK, das KHM, das NHM, das MUMOK, die Österreichische Nationalbibliothek, das Pathologisch-Anatomische Museum (nix für schwache Nerven) und das Technische Museum. Ich hab das nicht gewusst. Danke Wikipedia! Falls dich das interessiert. Sonst marschierst halt. Auch gut.
So, und das war's auch schon wieder von mir. Für heute zumindest. Bei der Macht von Grayskull!
Nachtrag am 26.10.: Hab jetzt auf der Seite des NHM gesehen, dass du 2 Euro für den Eintritt hinlegen musst. Also nicht ganz gratis, aber auch nicht umnsonst. Ob das überall so ist, musst du leider selbst rausfinden...
Also, ich hab dir ja versprochen, dass ich was zum Nationalfeiertag schreib. Eine Rede zur Lage der Nation wird es aber nicht. Nächstes Jahr vielleicht.
Morgen feiern die Österreicher den ersten besatzungsfreien Tag nach dem 2. Weltkrieg und den Beschluss der immerwährenden Neutralität. Übrigens, falls du es noch nicht weißt: Die Bundesregierung hatte noch Alternativen zum 26. Oktober. Wir könnten unser Land auch am 15. Mai feiern. Was ich ja fast logischer finde, weil man an diesem Tag im Jahre 1955 den Staatsvertrag unterzeichnet hat. Du nicht? Österreich ist frei. Figl. Du weisst schon. Aber wie auch immer. Ich erzähl dir jetzt lieber was, das dir wirklich was nützt.
Am Nationalfeiertag finden nicht nur hunderte Fit-Märsche statt. Kennst du das noch? Fit-Marsch. Egal. Jedenfalls: Am 26. Oktober kommst du in Wien anscheinend gratis in die Bundesmuseen. Und dazu gehören die Albertina, das MAK, das KHM, das NHM, das MUMOK, die Österreichische Nationalbibliothek, das Pathologisch-Anatomische Museum (nix für schwache Nerven) und das Technische Museum. Ich hab das nicht gewusst. Danke Wikipedia! Falls dich das interessiert. Sonst marschierst halt. Auch gut.
So, und das war's auch schon wieder von mir. Für heute zumindest. Bei der Macht von Grayskull!
Nachtrag am 26.10.: Hab jetzt auf der Seite des NHM gesehen, dass du 2 Euro für den Eintritt hinlegen musst. Also nicht ganz gratis, aber auch nicht umnsonst. Ob das überall so ist, musst du leider selbst rausfinden...
Donnerstag, 22. Oktober 2009
Wochenenden
Eigentlich sind sie ja zum Entspannen da. Diese Wochenenden. Feiern und Ausschlafen. Abends mit einem Bier in der Bar. Mittags mit den Aromen Südamerikas vor dem Fernseher. Tagsüber mit einer Pizza von Don Pietro’s Lieferdienst auf der Couch. Nichts tun, was nur irgendwie anstrengend sein könnte. Aber damit die Monotonie nicht zu sehr auf’s Hirn schlägt, fängst du an, die Wochenenden zu planen. Und bevor du Erholung sagen kannst, bist ausgebucht. In Ewigkeit. Amen.
Vergangenes Wochenende haben wir auf Zwillinge aufgepasst. 2 ½ Jahre alt. Freitag bis Sonntag. Nicht, dass du mich falsch versteht. Es war mehr als nur lustig. Und weniger anstrengend, als ich befürchtet habe. Sogar das Schlafdefizit hab ich mittlerweile aufgeholt. Nicht, dass du mich noch einmal falsch versteht. Auf den Geschmack gekommen bin ich deshalb noch lange nicht. Obwohl die zwei schon lieb und sehr unterhaltend sind.
Nächstes Wochenende fahren wir in den Seewinkel. Therme-testen. Entspannung pur, wirst du sagen. Aber irgendwie bedeutet das auch wieder ein bisschen Stress. Sachen packen, hinfahren, einchecken, alles anschauen, alles ausprobieren, Sachen packen, mit dem Zug wieder zurück. Wochenende vorbei. Trotzdem freu ich mich natürlich drauf. Ich muss nur aufpassen, dass die Erholung nicht zu kurz kommt. Was schwer sein dürfte. In so einer Therme.
Und so ähnlich geht es bis 2010 weiter. Ich weiß jetzt schon, an welchen Wochenenden ich was vor hab und welche noch frei sind. Und die verplanten sind deutlich in der Überzahl. Stress. Irgendwie. Positiver, keine Frage. Aktivitäten, denen ich mit viel Euphorie entgegenblicke. Aber Stress. Irgendwie.
Das ist auch der Grund dafür, dass ich mich heute endgültig dazu entschlossen habe, meine ursprünglichen Pläne für dieses Wochenende über den Haufen zu schmeissen. Schon schade eigentlich. Graz calling und ich heb nicht ab. Soll die Mobilbox rangehen. Eine gute Freundin feiert Geburtstag. Und so ein Wochenende in Graz, ja das hat schon was, kann ich dir sagen. Keine Stadt, in der ich unbedingt leben muss, aber immer einen Besuch wert. Schön ist’s dort. Aber Stress. Irgendwie.
Schlafplatz organisieren, Sachen packen, Zug, ankommen, schauen, wie man zum Schlafplatz kommt, trinken, feiern, in die Stadt gehen, trinken, feiern, schauen, wie man zum Schlafplatz kommt, schlafen, aufstehen, trinken, feiern und so weiter. So wie damals eben...
Ja, ich rede gern darüber. Im Spätsommer vor drei Jahren war ich, wenn ich mich recht erinner’, zwei Mal in Graz. Für wie lange, darfst du mich nicht fragen. Keine Ahnung. Irgendwo geschlafen. Party bis in den Morgen. Tiroler zum Frühstück. Wunderbare Zeit. Gedankenlos fantastisch. Aber momentan ist mir das zu anstrengend. Stress. Irgendwie.
Da lob ich mir doch die eigenen vier Wände, das Bier, die Aromen und die Pizza. Und hoffe, dass das Geburtstagskind einen schönen und lustigen Abend hat und mir nicht böse ist. I’ll be back, würde der Steirer sagen. Das nächste Mal, wenn Graz anruft, heb ich ab. Versprochen! Bei der Macht von Grayskull!
P.S.: Auch auf diesem Wege: Alles Liebe zum Geburtstag!
Vergangenes Wochenende haben wir auf Zwillinge aufgepasst. 2 ½ Jahre alt. Freitag bis Sonntag. Nicht, dass du mich falsch versteht. Es war mehr als nur lustig. Und weniger anstrengend, als ich befürchtet habe. Sogar das Schlafdefizit hab ich mittlerweile aufgeholt. Nicht, dass du mich noch einmal falsch versteht. Auf den Geschmack gekommen bin ich deshalb noch lange nicht. Obwohl die zwei schon lieb und sehr unterhaltend sind.
Nächstes Wochenende fahren wir in den Seewinkel. Therme-testen. Entspannung pur, wirst du sagen. Aber irgendwie bedeutet das auch wieder ein bisschen Stress. Sachen packen, hinfahren, einchecken, alles anschauen, alles ausprobieren, Sachen packen, mit dem Zug wieder zurück. Wochenende vorbei. Trotzdem freu ich mich natürlich drauf. Ich muss nur aufpassen, dass die Erholung nicht zu kurz kommt. Was schwer sein dürfte. In so einer Therme.
Und so ähnlich geht es bis 2010 weiter. Ich weiß jetzt schon, an welchen Wochenenden ich was vor hab und welche noch frei sind. Und die verplanten sind deutlich in der Überzahl. Stress. Irgendwie. Positiver, keine Frage. Aktivitäten, denen ich mit viel Euphorie entgegenblicke. Aber Stress. Irgendwie.
Das ist auch der Grund dafür, dass ich mich heute endgültig dazu entschlossen habe, meine ursprünglichen Pläne für dieses Wochenende über den Haufen zu schmeissen. Schon schade eigentlich. Graz calling und ich heb nicht ab. Soll die Mobilbox rangehen. Eine gute Freundin feiert Geburtstag. Und so ein Wochenende in Graz, ja das hat schon was, kann ich dir sagen. Keine Stadt, in der ich unbedingt leben muss, aber immer einen Besuch wert. Schön ist’s dort. Aber Stress. Irgendwie.
Schlafplatz organisieren, Sachen packen, Zug, ankommen, schauen, wie man zum Schlafplatz kommt, trinken, feiern, in die Stadt gehen, trinken, feiern, schauen, wie man zum Schlafplatz kommt, schlafen, aufstehen, trinken, feiern und so weiter. So wie damals eben...
Ja, ich rede gern darüber. Im Spätsommer vor drei Jahren war ich, wenn ich mich recht erinner’, zwei Mal in Graz. Für wie lange, darfst du mich nicht fragen. Keine Ahnung. Irgendwo geschlafen. Party bis in den Morgen. Tiroler zum Frühstück. Wunderbare Zeit. Gedankenlos fantastisch. Aber momentan ist mir das zu anstrengend. Stress. Irgendwie.
Da lob ich mir doch die eigenen vier Wände, das Bier, die Aromen und die Pizza. Und hoffe, dass das Geburtstagskind einen schönen und lustigen Abend hat und mir nicht böse ist. I’ll be back, würde der Steirer sagen. Das nächste Mal, wenn Graz anruft, heb ich ab. Versprochen! Bei der Macht von Grayskull!
P.S.: Auch auf diesem Wege: Alles Liebe zum Geburtstag!
Mittwoch, 21. Oktober 2009
Vom zufälligen Schicksal und schicksalshaftem Zufall
„Nicht schon wieder ich“, denkt er sich, als er auf den leeren Platz starrt, auf dem gestern noch sein Toyota Corolla stand. Da war kein Parken-Verboten-Schild. Spontane Baustelle. Vergangene Woche hat man ihm das Autoradio geklaut. Im vergangenen Monat war er im Krankenhaus. Magengeschwür. Wen wundert’s. Dauerstress und viel zu viel Ärger. Seine Frau hat einen anderen kennengelernt. Jünger, muskulöser, gebildeter, romantischer. Mit einem Wort: besser. Seelenverwandt quasi. Das wusste sie sofort, als er in seinen engen Radlerhosen posierte und sie mit einer roten Rose im Mund über die wahren Hintergründe der Weltwirtschaftskrise aufklärte. Die Kinder hat sie mitgenommen. Seine Welt ist zusammengebrochen. Er hat das Gefühl, dass ihm alles entgleitet. Die Kontrolle über sein Leben hat jetzt irgendjemand anders. Und dem scheint es Spaß zu machen, ihn zu quälen.
Kommt im Leben alles immer so, wie es kommen soll? Ist alles geplant? Von einer höheren Macht? Öffnet sich ein Fenster, wenn sich eine Tür schließt? Gibt es so etwas wie Schicksal oder ist alles nur eine Reihe von Zufällen? Bekommt jeder, was er verdient?
Ja. Manchmal. Teilweise. Aber was soll ich sagen. Mein Leben verlief bisher ziemlich nach Plan. Verdient? Keine Ahnung. Es ist, als ob ich durch einen Supermarkt geh’ und die Sachen auf meinem Einkaufszettel der Reihe nach abhak’. Wunderbare Kindheit. Haken. Spannende Jugend. Haken. Freundin, Freunde, Familie, Wohnung, Job. Haken, Haken, Haken, Haken und Haken. Alles im Einkaufswagen, was man braucht. Alles bekommen, was ich wollte. Aber der Weg zur Kassa ist noch weit. Hoffe ich doch.
Zwischendurch war das anders. Es gab Zeiten, in denen im regelmäßigen Abstand von ein paar Wochen etwas passierte. Etwas Schlimmes. Menschen bekamen, was niemand auf dieser Welt verdient. Aber meine engste Familie, mein engster Freundeskreis und ich selbst blieben halbwegs verschont. Warum ausgerechnet er? Warum sie? Warum ich? Diese Fragen musste ich mir bisher eher selten stellen. Klopf, Klopf, Klopf. Schlimmer geht’s immer.
Dass nicht jeder so ein wohlwollendes Schicksal hat, ist mir bewusst. Viele bekommen, was ich niemandem jemals wünschen würde. Leid zum Quadrat quasi. Unglückliche Zufälle? Wahrscheinlich. Die Frage nach dem Warum beschäftigt aber jeden. Auch mich. Wenn auch im positiven Sinn. Da muss man schon dankbar sein, für das, was einem an Glück widerfährt. Aber wem soll man danken? Soll man sich selbst gratulieren oder der höheren Macht? Dann wäre ja doch alles gelenkt, alles Schicksal. Aber ist das vielleicht nicht nur eine Vorstellung, die uns hilft, Dinge zu verstehen. Eine Sehnsucht, die uns tröstet, wenn der blöde Zufall und das schwere Schicksal gemeinsam etwas aushecken? Ein anderes Thema, das ich vielleicht irgendwann aufgreifen werde.
Dass Unglück und Leid zum Leben gehören, reicht mir jedenfalls nicht als Erklärung. Ohne Elend keine Freude. Blabla. Warum kann nicht jeder zufrieden sein? Warum kann nicht jeder vom Leben das bekommen, was er sich wünscht? Zumindest sollte man darum kämpfen können. Aber selbst das vermag nicht jeder. Ob er nun selbst schuld ist oder nicht. Schicksal oder Zufall? Selbst gelenkt oder Auto-Pilot?
„Der hat aber ein schweres Schicksal.“ Das klingt immer so, als könne er nichts dafür. Und oft ist das auch so. Aber fest steht, dass wir das Glück haben, unser Schicksal zumindest teilweise selbst in die Hand nehmen zu können. Und trotzdem kann immer wieder ein Zufall dazwischen kommen. Es scheint, dass es beides gibt.
Um sicher zu sein, müsste man mit jemanden reden, der sich auskennt. Am besten mit dieser höheren Macht persönlich, die es vielleicht gibt und die ich jetzt der Einfachheit halber Gott nenne, weil dieser Begriff ohnehin alle Religionen irgendwie abdeckt. Vielleicht frag ich einmal um ein Interview an. Wäre sicher spannend. Da gibt es viele Fragen, die ich nur zu gerne stellen würde. Ich halt euch am Laufenden. Bei der Macht von Grayskull!
„Das Schicksal liegt nicht in der Hand des Zufalls; es liegt in deiner Hand: du sollst nicht darauf warten, du sollst es bezwingen.”
William Jennings Bryan (1860-1925), amerik. Politiker
„Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.”
Arthur Schopenhauer (1788-1860), dt. Philosoph
Kommt im Leben alles immer so, wie es kommen soll? Ist alles geplant? Von einer höheren Macht? Öffnet sich ein Fenster, wenn sich eine Tür schließt? Gibt es so etwas wie Schicksal oder ist alles nur eine Reihe von Zufällen? Bekommt jeder, was er verdient?
Ja. Manchmal. Teilweise. Aber was soll ich sagen. Mein Leben verlief bisher ziemlich nach Plan. Verdient? Keine Ahnung. Es ist, als ob ich durch einen Supermarkt geh’ und die Sachen auf meinem Einkaufszettel der Reihe nach abhak’. Wunderbare Kindheit. Haken. Spannende Jugend. Haken. Freundin, Freunde, Familie, Wohnung, Job. Haken, Haken, Haken, Haken und Haken. Alles im Einkaufswagen, was man braucht. Alles bekommen, was ich wollte. Aber der Weg zur Kassa ist noch weit. Hoffe ich doch.
Zwischendurch war das anders. Es gab Zeiten, in denen im regelmäßigen Abstand von ein paar Wochen etwas passierte. Etwas Schlimmes. Menschen bekamen, was niemand auf dieser Welt verdient. Aber meine engste Familie, mein engster Freundeskreis und ich selbst blieben halbwegs verschont. Warum ausgerechnet er? Warum sie? Warum ich? Diese Fragen musste ich mir bisher eher selten stellen. Klopf, Klopf, Klopf. Schlimmer geht’s immer.
Dass nicht jeder so ein wohlwollendes Schicksal hat, ist mir bewusst. Viele bekommen, was ich niemandem jemals wünschen würde. Leid zum Quadrat quasi. Unglückliche Zufälle? Wahrscheinlich. Die Frage nach dem Warum beschäftigt aber jeden. Auch mich. Wenn auch im positiven Sinn. Da muss man schon dankbar sein, für das, was einem an Glück widerfährt. Aber wem soll man danken? Soll man sich selbst gratulieren oder der höheren Macht? Dann wäre ja doch alles gelenkt, alles Schicksal. Aber ist das vielleicht nicht nur eine Vorstellung, die uns hilft, Dinge zu verstehen. Eine Sehnsucht, die uns tröstet, wenn der blöde Zufall und das schwere Schicksal gemeinsam etwas aushecken? Ein anderes Thema, das ich vielleicht irgendwann aufgreifen werde.
Dass Unglück und Leid zum Leben gehören, reicht mir jedenfalls nicht als Erklärung. Ohne Elend keine Freude. Blabla. Warum kann nicht jeder zufrieden sein? Warum kann nicht jeder vom Leben das bekommen, was er sich wünscht? Zumindest sollte man darum kämpfen können. Aber selbst das vermag nicht jeder. Ob er nun selbst schuld ist oder nicht. Schicksal oder Zufall? Selbst gelenkt oder Auto-Pilot?
„Der hat aber ein schweres Schicksal.“ Das klingt immer so, als könne er nichts dafür. Und oft ist das auch so. Aber fest steht, dass wir das Glück haben, unser Schicksal zumindest teilweise selbst in die Hand nehmen zu können. Und trotzdem kann immer wieder ein Zufall dazwischen kommen. Es scheint, dass es beides gibt.
Um sicher zu sein, müsste man mit jemanden reden, der sich auskennt. Am besten mit dieser höheren Macht persönlich, die es vielleicht gibt und die ich jetzt der Einfachheit halber Gott nenne, weil dieser Begriff ohnehin alle Religionen irgendwie abdeckt. Vielleicht frag ich einmal um ein Interview an. Wäre sicher spannend. Da gibt es viele Fragen, die ich nur zu gerne stellen würde. Ich halt euch am Laufenden. Bei der Macht von Grayskull!
„Das Schicksal liegt nicht in der Hand des Zufalls; es liegt in deiner Hand: du sollst nicht darauf warten, du sollst es bezwingen.”
William Jennings Bryan (1860-1925), amerik. Politiker
„Was die Leute gemeiniglich als Schicksal nennen, sind meistens nur ihre eigenen dummen Streiche.”
Arthur Schopenhauer (1788-1860), dt. Philosoph
Dienstag, 20. Oktober 2009
Morgens halb 10 in Wien...
Der Ort: Straßenbahn, Linie D
Die Zeit: morgens halb 10 in Wien.
Die Hauptpersonen: eine Dame mit einem kleinen Kläffer, ein höflicher Mann Mitte 50, ein nicht so höflicher Bauarbeiter und der „Chauffeur".
Die Dame steigt mit ihrem Hund ein. Der Chauffeur bleibt mit der Straßenbahn ohne ersichtlichen Grund fünf Minuten in der Station stehen. Ruhe. Verwunderung.
Der Höfliche: Jetzt tuan’s dem Hund an Maulkorb aufe…Der fohrt sunst nit weida!
Dame: Ach deshalb. Aber ich fahre eh nur eine Station.
Der Höfliche: Jo, oba Vurschrift is Vurschrift.
Dame: Also das ist doch…nein…
Der Höfliche: Herns, i hob a an Hund. Jo, des is für den vielleicht nit ongenehm, aber es muass holt sein.
Dame: Wegen einer Station? Lächerlich ist das!
Der Höfliche: Jo, oba es konn imma wos passiern.
Dame: Mein Hund, der hat noch nie jemandem was getan. Frechheit!
Der Höfliche: Bitte! Jetzt tuan’s holt endlich!
(Die Dame dreht sich um, sucht in ihrer Tasche nach dem Beisskorb und beschwert sich lautstark bei einigen jungen Frauen. Die können ihr Gelächter über das hochrote Gesicht und den unaufhörlichen und doch so sinnlosen Ärger der Dame nicht mehr zurückhalten. Die verpasst ihrem Hund nach fünf Minuten endlich den Maulkorb. Der Chauffeur fährt los. Die Dame ärgert sich weiter und lässt es sich beim Aussteigen nicht nehmen, dem Chauffeur ihre Meinung zu geigen.)
Dame: Also das muss ich mir nicht gefallen lassen.
Chauffeur (rollt mit den Augen, bleibt aber gelassen. Noch.): Bitte steigen’s aus jetzt!
Dame (ihre Stimme überschlägt sich): Also so etwas Blödes wie Sie habe ich noch nie gesehen. Und blöd…Ich werde mich beschwerden. Die Straßenbahnnummer merke ich mir. Sie können sich auf was gefasst machen.
(Der Bauarbeiter mischt sich ein)
Bauarbeiter: Herns, jetzt steigen’s endlich aus Sie olte Gurkn: Hob eh ka Zeit!
(Entsetzt steigt die Dame aus, gestikuliert aber noch heftig…der Chauffeur schließt die Türen)
Bauarbeiter zum Chauffeur: Fohr holt drüba üba die blede Geifen. Donn is a Ruah!
Chauffeur (wild mit den Armen fuchtelnd): Nit üban Hund. Der konn jo eh nix dafia. Über sie sollt i drübafohrn. Üba die Deppate!
Alle leben noch. Bei diesem Ereignis kam kein Tier zu Schaden. Und auch kein Mensch...
Die Zeit: morgens halb 10 in Wien.
Die Hauptpersonen: eine Dame mit einem kleinen Kläffer, ein höflicher Mann Mitte 50, ein nicht so höflicher Bauarbeiter und der „Chauffeur".
Die Dame steigt mit ihrem Hund ein. Der Chauffeur bleibt mit der Straßenbahn ohne ersichtlichen Grund fünf Minuten in der Station stehen. Ruhe. Verwunderung.
Der Höfliche: Jetzt tuan’s dem Hund an Maulkorb aufe…Der fohrt sunst nit weida!
Dame: Ach deshalb. Aber ich fahre eh nur eine Station.
Der Höfliche: Jo, oba Vurschrift is Vurschrift.
Dame: Also das ist doch…nein…
Der Höfliche: Herns, i hob a an Hund. Jo, des is für den vielleicht nit ongenehm, aber es muass holt sein.
Dame: Wegen einer Station? Lächerlich ist das!
Der Höfliche: Jo, oba es konn imma wos passiern.
Dame: Mein Hund, der hat noch nie jemandem was getan. Frechheit!
Der Höfliche: Bitte! Jetzt tuan’s holt endlich!
(Die Dame dreht sich um, sucht in ihrer Tasche nach dem Beisskorb und beschwert sich lautstark bei einigen jungen Frauen. Die können ihr Gelächter über das hochrote Gesicht und den unaufhörlichen und doch so sinnlosen Ärger der Dame nicht mehr zurückhalten. Die verpasst ihrem Hund nach fünf Minuten endlich den Maulkorb. Der Chauffeur fährt los. Die Dame ärgert sich weiter und lässt es sich beim Aussteigen nicht nehmen, dem Chauffeur ihre Meinung zu geigen.)
Dame: Also das muss ich mir nicht gefallen lassen.
Chauffeur (rollt mit den Augen, bleibt aber gelassen. Noch.): Bitte steigen’s aus jetzt!
Dame (ihre Stimme überschlägt sich): Also so etwas Blödes wie Sie habe ich noch nie gesehen. Und blöd…Ich werde mich beschwerden. Die Straßenbahnnummer merke ich mir. Sie können sich auf was gefasst machen.
(Der Bauarbeiter mischt sich ein)
Bauarbeiter: Herns, jetzt steigen’s endlich aus Sie olte Gurkn: Hob eh ka Zeit!
(Entsetzt steigt die Dame aus, gestikuliert aber noch heftig…der Chauffeur schließt die Türen)
Bauarbeiter zum Chauffeur: Fohr holt drüba üba die blede Geifen. Donn is a Ruah!
Chauffeur (wild mit den Armen fuchtelnd): Nit üban Hund. Der konn jo eh nix dafia. Über sie sollt i drübafohrn. Üba die Deppate!
Alle leben noch. Bei diesem Ereignis kam kein Tier zu Schaden. Und auch kein Mensch...
Hallo Welt, küss die Hand die Damen, guten Abend die Herren, griaß eich die Madln, Servas die Buam!
Frei fliegende Gedanken. Ausgeklügelte und einfache Texte. Literatur und Schund. Schwänke aus der Jugend, aus dem Hier und Jetzt, aus der herannahenden Zeit. Beobachtungen und Erfahrungen. Erdachtes und Echtes. Tonfarben und Klänge. Frisches und Fröhliches. Ergrautes und Trauriges. Komödien und Dramen. Amüsantes und Amouröses. Monologe, Dialoge, Trialoge. Und vieles mehr. Das erwartet euch hier. Bei der Macht von Grayskull! Viel Spaß!
Abonnieren
Posts (Atom)
